Glossar: Begriffserklärungen zum Thema Film

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Director's cut
Begriff für:

(engl.): Schnittfassung des Regisseurs;

diskontinuierlich
Begriff für:

(lat.): unzusammenhängend, ohne > linearen Verlauf;

Diskontinuität
Begriff für:

(lat.): Mangel an Zusammenhang;

Diskontinuitätsmontage
Begriff für:

(Discontinuity editing): absichtsvoll unzusammenhängende, komplizierte Filmstruktur, > Schachtelmontage;

Dissonanz
Begriff für:

(lat.): Missklang, Unstimmigkeit;

Diva
Begriff für:

(lat.): "die Göttliche", gefeierte Schauspielerin;

divergentes Denken
Begriff für:

(lat. Divergenz, Abweichen, Auseinanderstreben): nichtlineares Denken (umgangssprachl. auch: Querdenken) während der Ideenfindung > Guilfords Kreativitätsmodell;

divergieren
Begriff für:

(lat.): auseinandergehen, abweichen;

Dogma-Film
Begriff für:

1995 verfassten vier dänische Regisseure (Lars von > Trier, Thomas Vinterberg, Kristian Levring, Sören Kragh-Jacobsen) das Manifest "Dogma 95", ein 10 Punkte-Programm gegen Effekte u. technische Raffinessen im Film. Es untersagt Kunstlicht, Spezialeffekte u. Filter. Gedreht werden darf nur mit Handkameras an Originalschauplätzen ohne zusätzliche > Requisiten; zeitliche u. lokale Verfremdungen sind verboten, der Film muss hier u. jetzt spielen; Musik darf nur als O-Ton u. nicht nachträglich aufgenommen werden;

Dokumentarfilm
Begriff für:

(lat. documentum, Beweis): Der D. versucht Wissen über die Welt zu vermitteln u. diese authentisch abzubilden. Er beruht auf journalistischer Redlichkeit u. wissenschaftlicher Genauigkeit. Schon Dsiga > Vertov postulierte "Aufnahmen außerhalb der Ateliers, ohne Berufsschauspieler, Drehbücher, Sujets u. gebaute Dekorationen." Die Bandbreite erstreckt sich vom reinen Dokument über den Tierfilm bis zur Doku-Soap. Eine entscheidende Frage ist, ob der Filmemacher eingreifen u. seine Einstellung zeigen o. gar inszenieren darf, o. ob er unbeteiligter Beobachter bleiben soll. Schon die Anwesenheit des Teams, die Auswahl des Bildmaterials u. die Art seiner Bearbeitung beeinflussen die objektive Aussage des Dokumentarfilms;

Dolly
Begriff für:

(engl.): Wagen, mit dem sich saubere u. weiche Kamerafahrten realisieren lassen;

Drama
Begriff für:

(griech., Handlung): spannendes, ernstes Schauspiel;

Dramaturgie
Begriff für:

(griech.): Kompositionsprinzip eines Films, Theater- o. Musikstücks, nach dem ein vorhandener > Spannungsbogen gestaltet wird;

dramaturgisch
Begriff für:

gestalterisch (in Bezug auf ein Drama);

Drei-Punkt-Beleuchtung
Begriff für:

logisch aufeinander abgestimmte Anordnung der Lichtgestaltung mit Führungslicht, Aufhelllicht u. Spitzlicht innerhalb der Studiobeleuchtung;

Duales System
Begriff für:

TV-Programm mit einerseits gebührenfinanzierten "öffentlich-rechtlichen" u. andererseits werbefinanzierten "privaten" Sendern;

DV (Digital Video)
Begriff für:

Oberbegriff für den 1994 eingeführten Standard für die Kassettenformate DV, MiniDV, DVCAM, Digital8, HDV, DVCPro, DVCPro50 u. DVCProHD. Die Einzelbilder werden dabei unabhängig voneinander einzeln codiert u. so komprimiert, dass ohne Qualitätsverlust geschnitten werden können. Die Bild-Auflösung beträgt 720 mal 576 Bildpunkte (PAL-Format) o. 720 mal 480 Bildpunkte (NTSC). Pro Sekunde werden bei PAL 50 Halbbilder verwendet;

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